Chance Národní Liga · 25/26
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Klub22. August 2026

Oulehla bei einer ungewöhnlichen gemeinsamen Pressekonferenz: KI wäre besser als ein Schiedsrichter

Viagem Ústí nad Labem hat das Spitzenspiel der 5. Runde der Chance-Nationalliga gemeistert und Dukla Prag zu Hause mit 3:1 besiegt, wodurch der Verein auf den zweiten Tabellenplatz vorgerückt ist. Nach dem Spiel sorgte der Verein jedoch auch abseits des Spielfelds für Aufsehen – er veranstaltete eine ungewöhnliche gemeinsame Pressekonferenz beider Trainer.

Unsere Mannschaft „Viagem“ zeigte in der fünften Runde der „Chance“ der Nationalliga eine hervorragende Leistung und besiegte die Prager Dukla auf heimischem Rasen mit 3:1. Der Sieg bedeutet den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz und bestätigt, dass die erste Mannschaft zu Beginn der Saison gut in Form ist. Neben der gezeigten Leistung auf dem Platz geriet der Verein jedoch auch aufgrund der Ereignisse nach dem Schlusspfiff ins Rampenlicht.

Die Vereinsführung von Viagem entschied sich nämlich, gegen die gängigen Gepflogenheiten zu verstoßen und eine gemeinsame Pressekonferenz beider Cheftrainer zu veranstalten. Dieser Schritt verstößt jedoch direkt gegen das Protokoll der Fußballliga (LFA) – gemäß Artikel 3.3 des Liga-Handbuchs muss die Spielnachbesprechung streng getrennt erfolgen, wobei zuerst der Trainer der Gastmannschaft und erst danach der Heimtrainer sprechen darf.

Warum sich der Verein für diese Änderung entschieden hat, erklärte Pressesprecher Daniel Ferenc: „Wir möchten, dass die Trainer aufeinander reagieren können.“ Auf dem Facebook-Profil des Vereins folgte eine weitere Erklärung: „Beide Seiten sollten die Möglichkeit haben, sich zu äußern und aufeinander einzugehen. Wir glauben, dass diese Änderung nicht nur zu höheren Zuschauerzahlen beim Fußball führen wird, sondern auch zu einer Verbesserung des gesamten sportlichen Umfelds.“

Heimtrainer David Oulehla und Gästetrainer Pavel Šustr kennen sich gut und verbindet ein freundschaftliches Verhältnis, sodass beide die Idee einer gemeinsamen Pressekonferenz begrüßten. Gleichzeitig konnten sie es sich jedoch nicht verkneifen, ein paar Seitenhiebe in Richtung der etablierten Gepflogenheiten auszuteilen.

„Ich weiß nicht, warum die Pressekonferenzen getrennt stattfinden. Wir spielen gegeneinander, dann treffen wir uns, unterhalten uns, manchmal kommen Emotionen ins Spiel, aber meiner Meinung nach sollte das gemeinsam stattfinden“, sagte Oulehla aus Ústí nad Labem.

„So ist eben unser Umfeld: Lieber trennen wir die Leute, als dass wir uns ihre Meinungen anhören müssen“, pflichtete ihm der Trainer von Dukla bei.

Šustr fuhr in ähnlichem Ton fort: „Wir sind Freunde, warum sollten wir also hier sitzen und jeder für sich antworten? Das erscheint mir völlig natürlich“, sagte er gegenüber den Journalisten und fügte hinzu: „Ich finde es absurd, dass wir uns nach dem Spiel überhaupt nicht zur Leistung der Schiedsrichter äußern dürfen. Schließlich haben die Leute im Stadion und bei den Medien das Spiel gesehen.“

Auch Heimtrainer David Oulehla äußerte sich eigenwillig zum Thema Schiedsrichter. Zunächst betonte er zwar, dass er sich nicht zu den Männern in Schwarz äußern wolle, kritisierte dann aber doch ihre Leistung: „Wenn AI gepfiffen hätte (statt der Schiedsrichter), wäre es besser gewesen. Für mich ist das ein rotes Tuch. Die Jungs sollen sich psychologischen Tests unterziehen.“

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fußballverband zu diesem ungewöhnlichen Schritt des Vereins und zu den kritischen Äußerungen beider Trainer stellen wird.